Ein Workshop-Preis lässt sich erst sinnvoll vergleichen, wenn Ziel und Ergebnis klar sind. Eine allgemeine Einführung hat einen anderen Aufwand als ein Termin mit geprüften Anwendungsfällen und einem Pilotplan.
Drei unterschiedliche Leistungen
Ein Grundlagenworkshop vermittelt Begriffe, Möglichkeiten und Grenzen. Ein Anwendungstraining übt konkrete Aufgaben mit dem Team. Ein Strategie- oder Use-Case-Workshop erarbeitet Entscheidungen für das Unternehmen.
Diese Formate können kombiniert werden, brauchen aber genügend Zeit. Wenn alle Ziele in einen kurzen Termin gepackt werden, bleibt häufig wenig Raum für die eigentliche Arbeit an den betrieblichen Fragen.
Woraus sich die Kosten zusammensetzen
Fragen Sie im Angebot nach Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Zur Vorbereitung können Gespräche, die Sichtung freigegebener Beispiele und die Anpassung von Übungen gehören.
Nach dem Termin können eine priorisierte Themenliste, dokumentierte Entscheidungen oder ein Pilotsteckbrief entstehen. Solche Ergebnisse sind konkreter als eine Präsentation allein und sollten im Leistungsumfang ausdrücklich beschrieben sein.
Die interne Zeit mitrechnen
Ein fiktives Rechenbeispiel: Acht Personen nehmen vier Stunden teil. Bei angenommenen internen Vollkosten von CHF 80 pro Stunde ergibt das CHF 2’560 interne Teilnahmezeit. Hinzu kommen Vorbereitung, Nachbereitung und das externe Honorar.
Diese Zahlen sind reine Rechenannahmen und weder eine Preisliste von einclick noch ein Marktpreis. Ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen Werte. Das Beispiel zeigt, warum ein gut vorbereitetes, kleineres Teilnehmerfeld wirtschaftlicher sein kann als ein grosser Termin ohne klares Ziel.
Ein vergleichbares Briefing erstellen
Welche Entscheidung soll am Ende möglich sein?
Wer nimmt mit welchem Vorwissen teil?
Welche betrieblichen Aufgaben werden bearbeitet?
Welche Unterlagen dürfen verwendet werden?
Welche Ergebnisse werden schriftlich übergeben?
Ist eine Nachbesprechung oder Begleitung enthalten?
Senden Sie dasselbe Briefing an die angefragten Anbieter. So vergleichen Sie Leistungen mit ähnlichem Umfang.
Inhaltliche Qualität erkennen
Ein guter Workshop zeigt auch Grenzen und Fehlantworten. Die Teilnehmenden sollten üben, Ergebnisse zu prüfen und sensible Informationen angemessen zu behandeln.
Die OECD-Untersuchung zu generativer KI in KMU behandelt unter anderem Kompetenzbedarf und gewünschte Unterstützung. Daraus lässt sich für die Planung ableiten, dass Wissen und betriebliche Anwendung gemeinsam betrachtet werden sollten.
Die EU-Kommission zu KI-Kompetenz betont den jeweiligen Einsatzkontext. Ein allgemeiner Kurs ist deshalb nicht automatisch die passende Schulung für jede Rolle. Ob konkrete EU-Pflichten Ihr Unternehmen betreffen, muss separat geprüft werden.
Zusätzliche Kosten vorab klären
Klären Sie Reiseaufwand, Raum, benötigte Zugänge und allfällige Testlizenzen. Prüfen Sie, ob Übungen mit vorhandenen Werkzeugen stattfinden oder neue Abonnemente voraussetzen.
Fragen Sie zudem, ob Unterlagen später intern weiterverwendet werden dürfen. Ein Workshop sollte nicht davon abhängen, dass nur eine externe Person Zugang zu den erarbeiteten Ergebnissen hat.
Woran sich der Nutzen zeigt
Vereinbaren Sie ein sichtbares Ergebnis: beispielsweise zwei begründete Pilotkandidaten, eine geübte Arbeitsaufgabe oder eine geklärte Tool-Regel. Prüfen Sie einige Wochen später, ob daraus eine Veränderung im Alltag entstanden ist.
Unser Beitrag zur Vorbereitung eines Use-Case-Workshops hilft beim Briefing. Über unsere KI-Beratung in der Schweiz können Sie ein passendes Format und eine konkrete Offerte für Ihren Umfang besprechen.




