Akzeptanz entsteht, wenn Mitarbeitende eine Verbesserung in ihrer Arbeit erleben und wissen, welche Regeln gelten. Eine Lizenz und eine einmalige Präsentation reichen dafür selten.
Mit einer echten Belastung beginnen
Wählen Sie eine Aufgabe, die das Team selbst als mühsam beschreibt: Informationen suchen, wiederkehrende Texte vorbereiten oder Angaben aus Dokumenten übertragen.
Fragen Sie, was heute besonders viel Nacharbeit verursacht. So wird der Pilot an einem konkreten Problem ausgerichtet. Eine neue Anwendung ohne erkennbaren Nutzen wird verständlicherweise wenig genutzt.
Erwartungen offen besprechen
Erklären Sie, welches Ziel das Unternehmen verfolgt und welche Entscheidungen bereits getroffen wurden. Sagen Sie ebenso klar, welche Fragen noch offen sind.
Versprechen Sie weder eine mühelose Einführung noch, dass KI grundsätzlich jede Aufgabe verbessert. Besprechen Sie, welche Ergebnisse weiterhin fachlich geprüft werden und wie Fehler gemeldet werden können.
Die OECD-Untersuchung zu generativer KI und der KMU-Belegschaft behandelt sowohl Nutzung als auch veränderte Kompetenzanforderungen. Für die Einführung ist deshalb die Arbeitsgestaltung ebenso relevant wie die technische Funktion.
Eine kleine Pilotgruppe zusammenstellen
Nehmen Sie nicht ausschliesslich begeisterte Frühnutzer auf. Eine Person mit kritischen Fragen und jemand mit wenig Tool-Erfahrung können wichtige Hürden sichtbar machen.
Geben Sie der Gruppe ausreichend Zeit zum Testen. Wenn die Einführung zusätzlich zur vollen Arbeitslast stattfinden muss, sagt geringe Nutzung wenig über den eigentlichen Nutzen der Lösung aus.
Regeln an Beispielen vermitteln
Zeigen Sie konkret, welche Daten eingegeben werden dürfen, welche Ergebnisse geprüft werden müssen und wohin sich das Team bei Unsicherheit wendet.
Für einen Antwortassistenten kann die Regel lauten: Quellen prüfen, individuelle Zusagen selbst bestätigen und den fertigen Text vor dem Versand lesen. Solche Handlungen sind greifbarer als eine allgemeine Aufforderung, «verantwortungsvoll» zu arbeiten.
Rückmeldungen ohne Schuldzuweisung sammeln
Fragen Sie regelmässig: Wo hat die Anwendung geholfen? Wo war sie langsamer? Welche Antwort war falsch? Welche Information fehlte?
Unterscheiden Sie Bedienungsprobleme, unpassende Prozesse und technische Fehler. Nicht jedes Problem lässt sich mit zusätzlichem Prompt-Training lösen. Manchmal ist die Datenbasis unvollständig oder der ausgewählte Anwendungsfall ungeeignet.
Nutzungsmessung transparent gestalten
Messen Sie den Pilot so, dass die Fragestellung erkennbar ist. Zusammengefasste Bearbeitungszeiten und Qualitätsprüfungen können sinnvoller sein als detaillierte Ranglisten einzelner Mitarbeitender.
Das SECO erläutert die Grenzen technischer Überwachung am Arbeitsplatz. Klären Sie Zweck, Umfang und Zulässigkeit einer Auswertung, statt vorhandene Protokolle automatisch zur Leistungsüberwachung zu verwenden.
Unterstützung in den Arbeitsalltag bringen
Eine erreichbare Ansprechperson benennen.
Kurze, rollenbezogene Beispiele bereitstellen.
Wiederkehrende Fragen in einer gemeinsamen Übersicht beantworten.
Änderungen an Werkzeugen und Regeln erklären.
Gute Anwendung und sinnvolle Ablehnung gleichermassen anerkennen.
Auch das bewusste Nichtverwenden einer KI kann richtig sein, etwa wenn eine Quelle fehlt oder eine Aufgabe ausserhalb des freigegebenen Umfangs liegt.
Nach dem Pilot gemeinsam entscheiden
Vergleichen Sie Nutzen, Qualität und Betreuungsaufwand mit der Ausgangslage. Halten Sie fest, was für eine breitere Einführung verbessert werden muss.
Unser Beitrag zur Erfolgsmessung von KI-Schulungen liefert passende Prüfaufgaben. Unsere KI-Beratung in der Schweiz verbindet Einführung, Training und Rückmeldungen aus dem Team zu einem nachvollziehbaren Vorgehen.




