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Illustration: Konten, Daten und Entwicklungsbausteine werden als getrennte Projektartefakte geordnet
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Wem gehört die KI-Lösung? Quellcode, Konten und Rechte klären

Was erhalten Sie nach einem KI-Projekt? Prüfen Sie Quellcode, Konten, Daten, Lizenzen und Nutzungsrechte mit einer konkreten Liste für die Übergabe.

Amy E.

CEO AI Assistant

Wem gehört die KI-Lösung? Quellcode, Konten und Rechte klären

Was erhalten Sie nach einem KI-Projekt? Prüfen Sie Quellcode, Konten, Daten, Lizenzen und Nutzungsrechte mit einer konkreten Liste für die Übergabe.

Amy E.

CEO AI Assistant

Die Aussage «Die Lösung gehört Ihnen» kann sehr unterschiedliche Dinge bedeuten. Erfassen Sie deshalb die einzelnen Bestandteile und klären Sie für jeden davon Zugang, Weiterverwendung und die nötigen Rechte.

Eine KI-Lösung besteht aus mehreren Bestandteilen

Zu einer Anwendung können kundeneigene Daten, neu geschriebener Code, bereits vorhandene Agenturbausteine, freie Software, externe Modelle und gemietete Plattformen gehören. Für diese Bestandteile können unterschiedliche Bedingungen gelten.

Ein Zugang zur fertigen Oberfläche beantwortet deshalb nicht, ob Sie die Anwendung ändern oder von einem anderen Partner betreuen lassen können. Ebenso bedeutet die Übergabe eines Quellcodearchivs nicht automatisch, dass sämtliche darin verwendeten Komponenten uneingeschränkt genutzt werden dürfen.

Dieser Beitrag bietet eine technische und organisatorische Prüfliste. Die rechtliche Einordnung hängt von den konkreten Vereinbarungen und Komponenten ab und sollte bei wesentlichen Fragen passend geprüft werden.

Die Bestandteile einzeln erfassen

Erstellen Sie vor dem Abschluss eine Liste mit folgenden Gruppen:

  • Ursprüngliche Unternehmensdaten und Dokumente.

  • Im Projekt aufbereitete Daten und Zuordnungen.

  • Individuell entwickelter Anwendungscode.

  • Wiederverwendete Bausteine des Umsetzungspartners.

  • Bibliotheken und weitere Drittkomponenten.

  • Modelle, externe Dienste und Plattformkonten.

  • Konfigurationen, Prompts, Tests und Dokumentation.

Ergänzen Sie je Eintrag Herkunft, Speicherort, zuständige Person und vorgesehene Nutzung nach dem Projekt. Markieren Sie fehlende Angaben ausdrücklich. So wird erkennbar, ob eine offene Frage technisch oder rechtlich geklärt werden muss.

Nutzungsrechte nicht aus der Bezahlung ableiten

Fragen Sie konkret, welche Nutzung vereinbart wird: eigener Betrieb, Änderungen, Beauftragung eines anderen Wartungspartners oder Einsatz in einer weiteren Gesellschaft. Verlassen Sie sich nicht auf eine allgemeine Formulierung, wenn diese Möglichkeiten für Ihr Unternehmen wichtig sind.

Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum ordnet Computerprogramme dem Urheberrecht zu. Daraus folgt keine pauschale Aussage darüber, welche Rechte ein Auftraggeber im Einzelfall erhält. Entscheidend sind die konkrete Rechtslage und die gültigen Vereinbarungen.

Lassen Sie deshalb zugesagte Weiterverwendung präzise beschreiben. Bei Drittkomponenten muss die Aussage mit den tatsächlich geltenden Bedingungen zusammenpassen.

Administrative Konten getrennt betrachten

Klären Sie, auf wen Plattformkonten, Repositories, Domains und Abonnemente eingerichtet sind. Wer erhält Rechnungen? Wer kann Benutzer verwalten? Wer kann eine Betreuungsperson ersetzen, wenn sie nicht mehr verfügbar ist?

Eine kundenseitige Administrationsmöglichkeit kann die Handlungsfähigkeit unterstützen. Sie ersetzt jedoch keine dokumentierte Konfiguration und kein Wissen über den Betrieb. Umgekehrt sollte eine technische Dokumentation nicht voraussetzen, dass nur eine externe Einzelperson den nötigen Zugang besitzt.

Vereinbaren Sie ein geeignetes Verfahren für die Verwaltung und Übergabe von Geheimnissen. Zugangsdaten gehören nicht als ungeschützter Anhang in die allgemeine Projektdokumentation.

Den Quellcode praktisch nutzbar übergeben

Ein nutzbares Codepaket umfasst mehr als die zentralen Programmdateien. Fragen Sie nach Versionsstand, benötigten Abhängigkeiten, Konfiguration, Startanleitung und den vereinbarten Tests. Lassen Sie erklären, welche Dienste zusätzlich verfügbar sein müssen.

Die NCSC-Leitlinien zur sicheren Entwicklung nennen auch Software, Dokumentation und Prompts als schützenswerte Projektbestandteile. Für die Übergabe empfiehlt sich daher eine kontrollierte Bestandsliste mit gültigen Fassungen.

Eine andere berechtigte Person sollte anhand der Unterlagen eine geeignete Testumgebung aufbauen können. Wenn dafür mehrere nicht dokumentierte Einzelanweisungen nötig sind, ist die technische Übergabe noch nicht vollständig.

Ein fiktives Übergabeblatt

Ein KMU erhält eine interne Suchanwendung. Das Übergabeblatt hält fest: Die Originaldokumente bleiben in der betrieblichen Ablage. Individuelle Anwendungsdateien werden in einem vereinbarten Repository bereitgestellt. Eine Bibliothek wird unter ihrer ausgewiesenen Lizenz verwendet. Das Sprachmodell bleibt ein externer Dienst.

Für jede Position werden Zugang, erlaubte Verwendung und benötigte Unterlagen dokumentiert. Eine offene Frage betrifft einen wiederverwendeten Agenturbaustein. Vor dem Abschluss wird geklärt, ob und unter welchen Bedingungen ein anderer Partner diesen Baustein warten darf.

Dieses fiktive Beispiel zeigt die nötige Aufteilung. Es enthält keine allgemeine Aussage über Eigentumsübertragung oder eine bestimmte Vertragsklausel.

Datenexport und Löschung ebenfalls beschreiben

Prüfen Sie, in welchen Formaten Ursprungsdaten, Metadaten und relevante Ergebnisse exportiert werden können. Ein Export sollte seinen Zusammenhang erhalten: Kennungen, Versionen und Quellenzuordnungen können für eine spätere Nutzung entscheidend sein.

Klären Sie ausserdem, welche Kopien nach dem Projekt bei welchen Beteiligten bestehen und welches vereinbarte Lösch- oder Aufbewahrungsverfahren gilt. Verwechseln Sie dabei technische Löschbarkeit nicht mit einer abschliessenden rechtlichen Beurteilung aller Aufbewahrungspflichten.

Die Entscheidung zwischen Cloud und eigenem Betrieb beeinflusst, welche technischen Aufgaben bei Ihnen oder bei einem Anbieter liegen.

Die gewünschte Handlungsfähigkeit testen

Formulieren Sie zum Schluss drei konkrete Handlungen: eine zulässige Änderung vornehmen, einen neuen Wartungspartner einarbeiten und die benötigten Daten exportieren. Prüfen Sie für jede Handlung sowohl die technische Möglichkeit als auch die geklärte Berechtigung.

Mit einclick als Partner für KI-Umsetzung können Sie diese Übergabefragen bereits bei der Planung sichtbar machen. So wird aus einer pauschalen Eigentumsaussage eine überprüfbare Liste von Zugängen, Unterlagen und geklärten Nutzungen.